Dienstag, 21. Februar 2017

Farben gegen tristes Grau

Hier noch ein paar meiner letzten Journal Arbeiten:



Man merkt, dass kräftige Farben gerade bei mir Hochkonjunktur haben.

Freitag, 10. Februar 2017

Art Journaling gegen Wintergrau

Ich habe mich schon lange hier nicht mehr gemeldet und will heute mal wieder aus der Versenkung auftauchen. Versenkung im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich halte mich gerade so oft es geht, in meinem Werkraum auf und der ist nun mal im Keller. Da versinke ich dann zwischen Farben, Kleister und Malgründen in meiner eigenen Welt. Da höre ich kein Klingeln an der Haustür und kein Telefon. Wenn das Wetter draußen schlechte Stimmung verbreitet, kann ich den Rollladen runter lassen - die künstliche Beleuchtung ist hell genug zum Arbeiten.
Die Wintermonate, die ich eigentlich nicht so mag, kommen mir in diesem Zusammenhang ganz gelegen. Mich zieht es nicht so raus, ich will auch nicht andauernd etwas unternehmen. Es locken mich keine Ausflüge und Wintersport reizt mich schon gar nicht. Mein Bedarf an frischer Luft ist durch die täglichen Runden, die ich mit den Hunden drehe, gerade so abgedeckt. Immerhin kriege ich da  jedes Wetter mit!
Im Sommer sieht es schon anders aus. Wenn da das Wetter mal schön ist, will man eben nicht in der Bude rumsitzen... Und der Garten ruft dann auch ganz laut nach seiner Pflege. Da bin ich immer hin und her gerissen und habe deutlich weniger Zeit für meine Malerei. Aber jetzt ist  noch Winter und ich nutze jede Gelegenheit, um abzutauchen. Daher war ich auch in den letzten Wochen nirgends unterwegs und es gab nichts zu erzählen.
Wenn ich jeden Tag - außerhalb der Alltagspflichten -so vor mich hin male, habe ich nicht das Gefühl, dass es etwas ist, worüber ich schreiben könnte. Wenn ich in einer ruhigen Minute darüber nachdenke, fällt mir doch einiges dazu ein.
Wenn ich auf Leinwand male, setze ich mich vermutlich selbst unter Druck. Ich möchte ein "schönes" Bild malen. Mindestens das grobe Konzept dazu muss ich im Kopf haben. Setze ich mich vor eine leere Leinwand und habe keine Idee, was ich malen möchte, hält mich das oft ganz vom Malen ab.
Daher ist es für mich ein Segen, dass ich auf Art Journaling gestoßen bin. Denn eigentlich will ich ja malen. Es macht mir Spaß, tut mir gut und ich verlasse meine Malerei immer zufrieden und tiefenentspannt.
Was ist  nun Art Journaling?
Es ist ähnlich wie Tagebuch schreiben. Nur eben gemalt. Stil und Mittel sind ganz frei und sehr unterschiedlich. Manche Art Journals haben den Charakter eines Kalenders, mit einzelnen Wochentagen, zu denen es jeweils ein paar Stichworte und Bildchen gibt. Teils mit Kugelschreiber, teils mit Farb- oder Filzstiften. Andere Art Journals werden in Notiz- oder Skizzenbüchern, Heften oder alten Büchern angelegt. Manche fertigen auch einzelne Blätter an und binden sie im Anschluss zu Büchern. So vielseitig, wie die Art des Journals sind auch die Stile. Es gibt keine Vorgaben, jeder macht sein Ding. Es ist spannend, was dabei herauskommt. Schaut mal mit dem Suchbegriff "Art Journaling" auf Pinterest vorbei. Da bekommt ihr einen guten Eindruck.
Meine ersten Journal Seiten waren noch etwas unbeholfen und verkrampf. Ich setzte wieder an zu fragen: " was male ich denn heute". Doch ich wurde schnell lockerer und entwickelte eine ganz andere Herangehensweise. Ich suche mir ein Journal aus (zur Zeit ist ein altes Buch bei mir der Favorit) und fange dann einfach mal an, mir Farben auszusuchen, nach denen mir gerade ist und eine
Seite dementsprechend zu grundieren. Dann klecksel ich weiter und ergänze die Seiten mit - je nach Lust und Laune - Gemaltem, Gestempeltem, Bedrucken oder Collagematerial. Manchmal wird es ein Bild und manchmal einfach ein buntes Etwas. Die so entstandenen Seiten spiegeln zwar keine Tagesereignisse wider, jedoch meine jeweilige Stimmung.

Bei dem grauen, kalten Wetter hatte ich hier das Bedürfnis nach Farben.
Collage







Die Bilder oben sind alle in ein altes Buch gemalt.



Die Bilder unten sind in Skizzenbüchern Din A4.






Ganz schön bunt irgendwie - für mich eine gute Therapie gegen  triste, graue Winterstimmung.

Sonntag, 23. Oktober 2016

"Fässer im Keller"

Nach längerer Pause habe ich mal wieder ein richtiges Bild gemalt, auf Leinwand und mit echtem Motiv. Inspiriert wurde ich durch den Besuch der Kellergewölbe im Rahmen einer Schlossbesichtigung in Schottland.






























Nicht, dass ich in der letzten Zeit sonst gar nichts gemacht hätte. Ich habe gemalt, experimentiert, an meinem Pappmachewerk "Steinsofa" herumgewerkelt und alles mögliche - nur eben kein klassisches Gemälde. Also einfach ein paar Farbtupfen!





Samstag, 15. Oktober 2016

Kleine Auszeit im Allgäu

Wir brauchten dieses Jahr noch unbedingt ein paar Tage Erholung und hatten daher kurzfristig beschlossen, uns mal ins Allgäu zu begeben. Das hatte für uns den Vorteil einer überschaubaren Anreisezeit, was bei einem Kurzurlaub ja durchaus Sinn macht. Die Fahrt ging nach Schwangau am Forggensee, einer guten Ausgangsposition für diverse Ausflugsziele.

Aussicht von unserem Feriendomizil























Mit dem Wetter hatten wir diesmal nicht so viel Glück. Der Sommer hatte sich kurz zuvor schlagartig verabschiedet und es war meistens grau und kühl. Wenigstens regnete es kaum und dann auch nur nachts.
Unser erster Ausflug ging nach Reutte, wo wir die Highline 179 bestaunten. Es handelt sich hierbei um die längste (Fußgänger-) Hängebrücke der Welt und ist wirklich imposant. Wir verzichteten darauf, sie zu überqueren, da wir unseren Hund dabei hatten und der Boden der Brücke ein Gitterrost ist. Es wäre für ihn sicherlich kein Vergnügen gewesen, wenn er überhaupt mitgemacht hätte. Die schlappen 8,00 € pro Person haben wir uns somit auch gespart.





Stattdessen haben wir uns dort die Ruine der Burg Ehrenfeld ausführlich angeschaut. Ich ziehe Ruinen den Schlossbesichtigungen vor. Sie lassen mehr Freiraum für eigene Vorstellungen und haben irgendwie etwas von einem großen Abenteuerspielplatz.



































































Am nächsten Tag musste dann aber doch eine Schlossbesichtigung sein, wenn man schon mal in so einer Region verweilt, wo es so viele Schlösser gibt. Auf die Besichtigung von Neuschwanstein haben wir wegen der massentouristischen Abfertigung verzichtet. Mit dem Bus hochgekarrt zu werden, mit einer durchgetakteten Führung durchs Schloss geschleust zu werden, um dann in gleichem Takt wieder runterverfrachtet zu werden - danach stand uns nicht der Sinn. Wir haben uns lieber Schloss Hohenschwangau angeschaut, das zwar auch nur mit einer Führung zu besichtigen war, aber doch nicht ganz so überfüllt. Die Vision, Neuschwanstein auf diesem Felsen zu bauen, hat Ludwig II von seiner Aussicht von Hohenschwangau aus bekommen. In Hohenschwangau hat er auch gelebt, während Neuschwanstein nie bewohnt war. Ludwig ist noch während der Bauzeit von Neuschwanstein gestorben. Auch später wurde es nie fertiggestellt.

Schloss Hohenschwangau


Schloss Neuschwanstein
Auch Füssen war einen Besuch Wert. Wir sind hier nur kurz zum Bummeln gewesen und haben daher auch nur einen kleinen Eindruck dieser Stadt gewinnen können. Aber ich fand sie durchaus charmant.



Wandern ist ja nicht so mein Ding. Mein Mann wollte aber unbedingt mal hoch zur Drehhütte. Da er aber so lieb alles mitmacht, was ich auf dem Plan habe, konnte ich hier nicht kneifen. Es waren ja auch nur 3,5 km. Allerdings mit 310 m Anstieg. Also nur ein kleiner Spaziergang war es dann auch wieder nicht. Leider ließ die Sonne sich an diesem Tag gar nicht blicken,so dass ich von vornherein wusste, dass ich da oben keine tollen Fotos schießen würde.

Bei schönem Wetter könnte man hier ganz toll draußen sitzen.
Aber drinnen ist es auch gemütlich.
Die Aussicht leider etwas diesig.
Am letzten Tag haben wir noch einen schönen Spaziergang entlang dem Ufer des Forggensees gemacht.

Der bedeckte Himmel und die Ruhe erzeugen eine ganz eigenartige Stimmung.

Was dieser Baum wohl "erlebt" hat, dass er so seltsam wächst?


Und plötzlich schaffte die Sonne den Durchbruch und zeigte uns den See in ganz anderen Farben.

Wie immer, gingen die Tage viel zu schnell vorbei. Es hätte noch so viel gegeben, was wir uns hätten anschauen können.Aber ich will nicht klagen. Außerdem: die nächste Reise kommt bestimmt.