Montag, 25. November 2013

Glitzer

Zugegeben - ich bin ein Weihnachtsmuffel geworden und kann der Vorweihnachttszeit eigentlich nicht mehr viel abgewinnen. In meiner Kindheit war das anders, vieles sah ich wohl anders, vieles war auch anders. Als meine Kinder klein waren, empfand ich Weihnachten auch nochmal als Highlight. Aber je älter sie wurden, desto mehr ließ das wieder nach. Heute ist alles so hektisch und stressig. Es macht nicht mal mehr Spaß, die Wohnung zu dekorieren, es hat ja keiner die Muße, es zu genießen. Die Kinder sind inzwischen aus dem Haus - kommen aber Weihnachten noch zum Familienessen. Da kommt mit Glück doch noch so etwas wie Stimmung auf.

Neulich beim Einkaufen, haben mich diese Glitzerstifte angelacht. Weihnachtsmuffel hin oder her - zu diesem Fest darf es auch mal richtig glitzern (ist sonst nicht so mein Ding).



Ich musste sie auch gleich provisorisch (auf einer alten Arbeitsunterlage) ausprobieren.
Schön glitzerig und mit Struktur. 



Da wird mir doch noch eine schöne Weihnachtsdeko einfallen.....

Donnerstag, 14. November 2013

Was ist Kunst?

Seit ich wieder male, besuche ich auch immer mal wieder gerne eine Ausstellung. Und immer wieder gehe ich sehr nachdenklich nach Hause. War das jetzt alles wirklich "Kunst"?  Sicher, es sind immer auch ein paar Bilder dabei, die mich sehr beeindrucken, aber auch viele, die mich ratlos und verwirrt machen. Ist die einfarbig angemalte Leinwand wirklich "Kunst"? 
Oder das Papier mit ein paar Kritzeleien drauf, die mich an die die Schmierereien  an den Wänden von manchen öffentlichen Toiletten erinnern? Vielleicht habe ich nur keine Ahnung, aber da fühle ich mich doch regelrecht verarscht. Für mich gilt durchaus "Kunst" kommt von "können".  Nur wenn ich der Erstellung eines Werkes "Können" unterstelle, kann ich es für mich als Kunst anerkennen. 

Wikipedia sagt dazu:


"Das Wort Kunst bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist (Heilkunst, Kunst der freien Rede). Im engeren Sinne werden damit Ergebnisse gezielter menschlicher Tätigkeit benannt, die nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind. Kunst ist ein menschliches Kulturprodukt, das Ergebnis eines kreativen Prozesses."


Das lässt natürlich jede Menge Interpretationsfreiheit und hilft mir auch nicht wirklich weiter bei meiner Frage.


 "Gefallen" ist für mich kein Kriterium. Es gibt durchaus Bilder, die ich "künstlerisch" beeindruckend finde, die mir aber andererseits nicht wirklich gefallen. Umgekehrt gibt es Werke, die ich zwar sehr ansprechend finde, die ich aber nicht unbedingt als Kunst bezeichnen würde. Besonders im Bereich der abstrakten Malerei - ein Bild, das mir gefällt, kann von mir als "kreatives Austoben mit Farben auf der Leinwand"  gesehen werden, bei einem anderen ist mehr Können, mehr Technik, mehr ... naja, steckt auf jeden Fall irgendwie

in meinen Augen mehr dahinter und ich werte es als Kunst. Ist natürlich auch wieder subjektiv und aus dem Bauch raus entschieden.

Ist wirklich alles Kunst was irgendwie kreativ geschaffen wurde? Wo fängt es an, wo hört es auf. Eine Definition von Kunst, die wirklich alles einschließt, entwertet den Begriff doch auch gleichzeitig wieder. Und für mich ist "Kunst" durchaus ein Wertbegriff.


Oder... jetzt kommt ein ganz böser Gedanke.... sollte es so sein, dass es bei der Kunst gar nicht darauf ankommt, was geschaffen wurde, sondern wer es geschaffen hat. Irgendwie fallen mir dabei Pommes Frites ein.


So, jetzt habe ich eine Bitte an alle, die zufällig auf diesem Blog gelandet sind. Hinterlasst bitte einen Kommentar mit eurer Meinung zu diesem Thema. Vielleicht sehe ich dann klarer.

Mittwoch, 13. November 2013

Erstmal ein Rückblick...


In jungen Jahren habe ich gerne und viel gemalt und gebastelt. Dabei sind einige Ölbilder entstanden, unzählige bemalte Blumentöpfe (damals war Bauermalerei "in"), bemalte Steine, genähte Kuscheltiere u.v.m.
Dann kam meine eigene kleine Familie und schwuppdiwupp hatte ich dafür keine Zeit, keinen Platz und vor allem keine Muße. Nicht dass ich irgendetwas bereue - es gab einfach wichtigere Dinge. 
Aus den Augen aus dem Sinn - ich malte viele Jahre nichts mehr, auch  als ich es eigentlich wieder hätte tun können. 
Vor zwei Jahren jedoch überkam mich wieder die Lust zu malen. Ich besorgte mir Acrylfarben, Pinsel und Leinwand und fing einfach mal an. Ich wollte an meiner Technik arbeiten, hatte ja früher nur so drauf los gemalt, weder Ausbildung noch Kurse gemacht. 
Da stolperte ich auf YouTube und fand dort eine, wie mir schien, geeignete Einstiegshilfe.


Zunächst landete ich bei David Willis und seiner Irischen Malerei. Meine ersten Acrylbilder sind nach seinen Videos entstanden (obwohl er selber in Öl malt).


Naja, nicht so ganz mein Stil, aber ich habe doch einiges beim Malen dieser Bilder gelernt.


Danach bin ich auf Isabell Zacher-Finets Mohnblumen gestoßen und habe mich auch daran versucht:




 Von Isabell bin ich inzwischen ein Fan geworden und verfolge ihre Aktivitäten in Facebook und Internet.

Nun war es aber mal an der Zeit mal eigene Bilder zu malen.

Ich versuchte mich zunächst an verschiedenen Landschaften:
Pfahlbauten am Bodensee






Mallorca

Dann musste ich diverses ausprobieren:




 Abstrakt male ich normalerweise nicht, dies waren nur Versuche mit Strukturpaste:    


                                                                


                                     
Die Krähe
                                     
Spatzenbad




Verloren






 Ich bin gespannt, wohin meine "kreative" Reise noch geht. Fängt man einmal an, entwickelt sich vieles von ganz alleine.

Kreative Phase


Mein Schaffensdrang läuft jetzt mal wieder auf der kreativen Seite weiter.
Als Einstieg habe ich mich zunächst an ein Bild gemacht. Ich wusste erst nicht, was ich eigentlich malen wollte und habe zunächst nur einen Hintergrund in herbstlichen Farben erstellt.
Die Bildidee kam dann ganz von alleine, sowie das Motiv für mein nächstes Projekt - die schon lange ins Auge gefasste Pappmaschee Schmotzelei.
Da es mein erster Versuch mit diesem Material ist, muss ich mich da vorsichtig herantasten. Meine erste Masse, die ich nur in heißem Wasser angesetzt und dann gemixt habe, gefällt mir noch nicht. Ist zu ungleichmäßig. Die nächste Charge werde ich mal mit kochen probieren und hoffe auf ein feineres Ergebnis. Die erst Masse tut´s aber erstmal für den Unterbau. 




Man erkennt noch nicht wirklich, was es werden soll, aber in meinem Kopf ist der Plan schon fertig und bis jetzt spricht noch nichts dagegen, dass es am Ende so aussieht, wie ich es mir vorstelle. Aber noch sind viele Arbeitsschritte notwendig und vor allem viele langwierige Trockenvorgänge. (Wie lästig, wenn man doch eigentlich gleich weiterarbeiten möchte!) Aber, wie so oft - gut Ding will Weile haben.
Vielleicht muss ich parallel noch ein Bild einschieben, zur Überbrückung der Wartezeiten, sozusagen.