Dienstag, 27. Januar 2015

Abstrakt - mal wieder

Heute mal wieder ein abstraktes Bild. Hier habe ich mit Strukturpaste, Acryl und Rostfarbe auf Leinwand gearbeitet.(60 x 30 cm)


Mit Strukturen habe ich schon öfter experimentiert und finde es immer wieder spannend, zu beobachten, was beim Farbauftrag für eine Wirkung zutage tritt. Diesmal habe ich zusätzlich Rostfarbe eingesetzt - eigentlich eine (graue) Metallfarbe, die durch einen ergänzenden Auftrag eines Aktivators zum rosten gebracht wird.

Montag, 26. Januar 2015

Schnee ist nicht immer schön

Über Nacht hat es geschneit. Am nächsten Morgen glitzert die unberührte Pracht bei strahlend blauem Himmel in der Sonne. Wie idyllisch. Aber so ist es meistens nicht. Genaugenommen nur ganz selten.

Häufige Realität:
Über Nacht fängt es an zu schneien. Am nächsten Morgen schneit es noch heftiger. Der Himmel ist grau und es wirkt wegen des Schneefalls alles neblig. Es wird gar nicht richtig hell.

Gar nicht idyllisch. Ungemütlich!




Es schneit weiter, während es gleichzeitig schon anfängt zu tauen. Muss ich jetzt Schnee räumen oder ist er in zwei Stunden von alleine wieder weg? Ich beschließe abzuwarten. Es liegt auch nur noch eine ein-Zentimeter hohe Schicht Schneematsche in der Einfahrt, obwohl es weiterhin schneit. Statt dessen schnappe ich meinen Hund und gehe mit ihm Gassi. Es gefällt mir gar nicht, wie mir der Schnee ins Gesicht nadelt. Kragen hoch und Mütze soweit es geht ins Gesicht! Trotzdem unangenehm.
Nach kurzer Pause am Spätnachmittag schneit es abends wieder weiter. Heute war Schnee gar nicht schön. Mal sehen, was uns morgen erwartet.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Skizzen aus Estartit

Heute möchte ich euch ein paar Kohleskizzen zeigen, die in unserem Urlaub entstanden sind.



Dienstag, 6. Januar 2015

Schneeflucht nach Estartit

Am ersten Weihnachtsfeiertag fiel bei uns die traditionelle Weihnachtsgans aus. Wir packten die Koffer.Heiligabend hatten wir mit der Familie gefeiert, aber jetzt lockte Spanien. Mein Mann wollte mit seinem Verein Tauchen gehen. So kam es dann, dass wir am 25. Dezember abends im Auto saßen und in Richtung Estartit starteten. Ich hatte mich nicht vorbereitet und keine Ahnung, was ich wetter- und umgebungsmäßig dort an der Costa Brava antreffen würde. Und somit auch keinerlei Erwartungshaltung. Im Urlaubsgepäck hatte ich genügend Beschäftigung: Zeichenmaterial, Bücher, Fotoapparat und meinen Hund. Langeweile würde auf keinen Fall aufkommen.
Als wir am späten Vormittag ankamen, begrüßte uns strahlendes Wetter und glitzerndes Wasser.


Das Ferien Appartment war optisch echt nett, wenn auch qualitativ einiges nicht so toll war. Wir haben uns dort trotzdem wohlgefühlt.



Der nächste Tag begann auch noch schön und mein Mann konnte vormittags einen ersten Tauchgang machen. Dann kam der Mistral und das Wetter kippte. Die nächsten  Tage waren windig, kalt und es gab auch ein wenig Regen. An Tauchen war wegen der stürmischen See nicht zu denken. Das hatte aber den Vorteil, dass sich so Zeit für Ausflüge ergab.

Wir besuchten zunächst das Dali Museum in Figueres. Wow. Vorher hatte ich beim Erwähnen des Namens Dali als ersten sein markantes Aussehen im Sinn. Hätte mich jemand nach seinen Bildern gefragt wäre mir nur das mit den zerfließenden Uhren eingefallen. Als ich seine surrealistischen Zeichnungen im Museum sah, hatte ich auch noch das Gefühl sie schon einmal gesehen zu haben. Aber alles andere war Neuland für mich. Die Fülle und Vielfalt seiner Werke hat mich fast erschlagen. Installationen, optische Täuschungen, klassische und moderne Malerei... Es war mehr als beeindruckend.








Als ich dieses Werk fotographieren wollte...
...hatte ich plötzlich Lincoln im Sucher - eine von Dalis genialen Spielereien.


Ein weiteres Ausflugsziel waren die Ruinen von Empuries. In dieser Ausgrabungsstätte kann man die
Doppelstadt bestehen aus der früheren griechischen Stadt und der später sich anschließenden römischen Stadt besichtigen. Die zwei Stadtteile sich durch eine Verbindungsmauer zu einer Stadt zusammengefügt worden. Faszinieren: griechische und römische Baukultur direkt nebeneinander. Ein riesiges Areal. Und es wird, glaube ich, immer noch weiter gebuddelt.



Das Wetter wurde dann auch wieder schön und die Taucher konnten tauchen gehen. Was mir wieder Zeit gab, zu faulenzen, zu malen und zu lesen.

Silvester feierten wir gemütlich mit unserer Gruppe. Jeder leistete einen Beitrag zum Essen und wir hatten einen langen Spieleabend. Um Mitternacht folgten wir der katalanischen Tradition, 12 Trauben zu essen - bei jedem Glockenschlag eine. Ungewohnt aber für mich angenehm - es gab kein Feuerwerk! Für meinen Hund war es somit der schönste und entspannteste Jahreswechsel in seinem Leben.

Estartit war früher wohl ein Fischerdorf. Inzwischen ist es zu einer Touristenstadt geworden. Große Appartementhäuser und Hotels umsäumen den Ort. Für Taucher und sonstige Wassersportler mag das hier eine Oase sein. Für mich wäre es hier im Sommer nichts, wenn Touristen sich, so vermute ich, durch die engen Gassen der Altstadt schieben, die Strände voll und Parkplätze nicht zu finden sind.
Leider ist jetzt außerhalb der Saison nicht die Idylle eines ruhigen Ortes zu finden, die ich durchaus zu schätzen wüsste. Es wirkt einfach wie eine ausgestorbene Stadt - viele der Läden und die meisten Restaurants haben die Rolläden unten und sind geschlossen. Viele Angestellte, die hier im Sommer arbeiten sind jetzt zurück in ihrem Heimatort. Die Einheimischen bleiben in ihren Häusern. Bis auf die paar anderen Urlauber ist alles wirklich tot.  Selbst in den wenigen offenen Restaurants ist wenig los. Schade eigentlich, denn landschaftlich ist es hier, wie überall wo Meer und Berge aufeinander treffen, sehr schön.









P.S. Dass ich den ersten und vielleicht einzigen (?) Schnee in diesem Winter bei uns zuhause verpasst habe, macht mir gaaaaar nichts aus!