Freitag, 30. Oktober 2015

Jetzt hat es mich auch erwischt - mein Umstieg auf Systemkamera

Eigentlich war ich mit meiner Lumix DMC-TZ22 Kompaktkamera ganz zufrieden. Klein, leicht, handlich. Passt in jede Hand- oder Jackentasche. Liefert gute Bilder ab, manche fand ich sogar sensationell. Das war mir immer genug, zumal ich bisher auch noch nie mit etwas anderem als einer Kompaktkamera gearbeitet habe.
Dann fing ich an Blogs zu lesen. Mit vielen Bildern. Mit tollen Bildern. Mit grandiosen Bildern. Ich erkannte, das man aus Bildern viel mehr machen kann, Irgendwann wollte ich das auch versuchen. Jetzt stieß ich mit meiner Lumix allerdings an Grenzen. Der Umstieg auf eine Systemkamera nahm seinen Lauf. Als Laie fällt die Entscheidung für ein Modell extrem schwierig. Da ich noch keine Erfahrung mit Systemkameras hatte, konnte ich sie gar nicht richtig vergleichen. Was ist für mich wichtig? Auf was sollte ich achten? Es musste nicht gleich das Teuerste und Beste sein, was der Markt zu bieten hat (könnte ich eh nie ausschöpfen), aber es sollte eine gute Kamera sein, an der ich auch in ein paar Jahren, wenn meine Kenntnisse und Fähigkeiten sich verbessert haben, noch Spaß habe.
Ich fing also an, mich schlau zu machen, befragte alle  fotoerfahrenen Freunde , durchforstete das Internet nach Testberichten und Informationen zu dem Thema. Irgendwann hatte ich mich dann entschieden und im September kam dann der große Tag: der Gang zum Fachhändler meiner Wahl.
Und dann hatte meine kleine Lumix große Gesellschaft -
es wurde die Olympus OM-DE-M5 MARK II



Jetzt hatte ich sie also. Und nun? Die ersten Tage schlich ich ehrfürchtig um sie herum, fasste sie nur ganz behutsam an, während ich mich durch die nicht wirklich ergiebige PDF-Betriebsanleitung ackerte. Doch nach und nach freundeten wir uns an und ich machte die ersten Probeaufnahmen. In dem unmittelbar folgenden Urlaub erschien es mir noch sicherer, die Fotos mit Automatikprogramm zu machen. Ich kenne mit den Einstellungen ja noch nicht wirklich aus. Aber um daran etwas zu ändern, arbeite ich mich jetzt fleißig durch das passende Buch von Frank Späth:


Das erste Drittel des Buches beschreibt das Handling. Alle Einstellungen und Menüs werden ausführlich erklärt und teilweise Einstellungs Empfehlungen ausgesprochen. Danach kommt der spannende Teil: die Praxis. Hier wird die wichtigsten Werkzeuge an Praxisbeispielen erläutert und Tipps zu guten Fotos und Videos gegeben. Den ersten Teil habe ich jetzt einmal durch und fand ihn doch sehr hilfreich, wobei ich mir natürlich nicht alles gleich merken kann und sicherlich noch öfters darauf zurückgreifen werde. Ich bin gespannt, ob die Qualität meiner Bilder sich verbessert, wenn ich den Praxisteil auch noch intus habe. 

Im Moment bremst mich das Wetter in meinem Experimentierdrang aus. Immer nur grau, wolkig, düster. Da sieht die herbstliche Landschaft einfach nur trostlos aus. Sehnsüchtig erwarte ich die nächsten Sonnenstrahlen. Und dann geht´s los! Üben,üben,üben...



Mittwoch, 7. Oktober 2015

Tapetenwechsel - ein paar Tage am Chiemsee

Nach ein paar harten Wochen wollten wir einfach mal raus. Egal wohin - nur mal wieder die Seele baumeln lassen, nur einen kleinen Tapetenwechsel. Wir hatten keinen Plan, und so griffen wir spontan zu, als wir erfuhren, dass die Ferienwohnung von unseren Bekannten gerade frei war und wir uns dort problemlos mit Hund einquartieren konnten. Diese Ferienwohnung befand sich in Prien am Chiemsee. Und so verschlug es uns eben dahin. Es war eine ganz spontane Sache. Ohne Vorbereitung, ohne Planung und ohne das Vorhaben, jede Minute zu nutzen, um die Umgebung zu erkunden. Bei Regen hätte ich mich vielleicht einfach mit einem Buch dort eingeigelt.
Ein wenig sind wir dann doch in der Umgebung herumgetuckert. Unsere erste Station war Traunstein, eine idyllisch gelegene Stadt, die sicherlich ihre Reize hat und auch Touristen anzieht. Aber die Saison war vorbei, das Wetter war grau und ungemütlich und es war Sonntag Mittag. Und so hat sie sich uns dann präsentiert:




Fast wie eine Geisterstadt. Irgendwie trist. Nicht einmal die schönen, historischen Fassaden kamen zur Geltung.


Aber ein Kuriosum hat uns dann doch zum Schmunzeln gebracht - die Gegenüberstellung einer Telefonzelle und eines Briefkastens in deutscher und englischer Variante. Na, welche ist schöner?



Am Montag besuchten wir Rosenheim. Es hieß, man könne da gut einkaufen. Ich brauchte dringend eine neue Jacke. Eine Jacke mit viel Stauraum. Mit vielen/großen Taschen. Normalerweise habe ich unterwegs eine Umhängetasche dabei, mit dem ganzen Geraffel, das Frau meint, dabei haben zu müssen. das ist bei mir eigentlich nicht soooo viel - eben Brieftasche, Zigaretten, Taschentücher, Smartphone und - bisher auch meine Lumix. Jetzt bin ich aber seit kurzem stolze Besitzerin einer Systemkamera (dazu später mal ein separater Post) und die kann ich nicht mal eben in die Handtasche stopfen. Die wird brav in eigener Fototasche durch die Gegend geschaukelt. Da aber zwei so Schlenkertaschen meine Bewegungsfreiheit enorm einschränken, muss eben der Inhalt der Handtasche ersatzweise in meiner Jacke Platz finden. In dem Outdoor Laden, den wir dann aufsuchten , fragte ich die Verkäuferin dann auch gezielt, nach "einer Jacke mit vielen Taschen". Die nette Dame schluckte erstmal. Nach diesem Auswahlkriterium war sie wohl noch nie gefragt worden. Aber tapfer startete sie die Suche, die sich als gar nicht so einfach gestaltete. Am Ende wurden wir dann aber doch fündig. Ich konnte dann umladen und meine Handtasche daheim lassen.
Das Wetter war immernoch grau in grau und Rosenheim hat uns so auch nicht zum Bummeln eingeladen.


Stattdessen suchten wir einen Fußweg zwischen Hammerbach und Aschau auf, um hier an der Prien entlang zu gehen.



Und siehe da, die Sonne kämpfte sich gelegentlich durch die Wolken - da sah die Welt gleich ganz anders aus.

Selbst die Kuh auf der Weide wirkte viel glücklicher:






















































Das "Wohlfühl Bankerl" - die eingelassenen Steine sollen mit ihren eigenen Schwingungen negative Schwingungen im Körper umformen und so bewirken, dass man sich besser fühlt. Wir haben es nicht ausprobiert, da wir noch am Anfang unseres Spaziergangs waren und dachten, wir würden auf dem Rückweg nochmal daran vorbei kommen. Das hat sich leider nachher doch nicht so ergeben.


Hoch droben wacht Schloß Hohenaschau über das Land.





























Jedes Gewässer, ob Meer, See, Fluss oder Bach, zieht mich in seinen Bann, lädt mich ein zum Betrachten,  Lauschen und Träumen.


Ein einsames Blümchen zwischen den Ufersteinen.


Auf ihrem Weg verändert die Prien oft ihr Aussehen. Hier in der Klamm hat sie sich tief eingegraben.


Die Mieze musste unbedingt auch noch aufs Bild. Sie bewahrte ihre stoische Ruhe auch als wir mit unserem bellenden Hund vorbei gingen und ließ sich unbeeindruckt fotografieren.

Am nächsten Tag fuhren wir wieder nach Rosenheim. Diesmal war das Städtische Museum unser Ziel, wo wir uns auf eine Zeitreise vom Altertum bis in die 60-er Jahre begaben.







Wenn man schon am Chiemsee ist, sollte man sich den ja vielleicht auch mal anschauen. Das haben wir natürlich auch gemacht. Zunächst ein kleiner Spaziergang am Hafen.




Zum Abschluss haben wir noch einen schönen Spazierweg entlang der Prien im Mündungsbereich gefunden.





Auch hier wütet der Biber.








Mein Fazit:
Diese Region - Berge, Landschaft und Gewässer - hat ihren besonderen Reiz. Die hübschen Ortschaften würde ich mir gerne nochmal bei schönem Wetter und etwas mehr Betrieb anschauen. Allerdings wäre es in der Hauptsaison, wenn sich hier vermutlich Touristenmassen tummeln, auch nicht ganz mein Ding.