Samstag, 21. November 2015

Schnee!

Wetter Kapriolen - vor drei Tagen war es noch so warm, dass ich bei der Gartenarbeit in der Sonne noch meine Jacke ausziehen musste. Jetzt schaue ich gerade raus und - es schneit!
Das musste ich eben schnell mal festhalten. Wahrscheinlich ist morgen wieder alles weg.




Montag, 16. November 2015

Zu Gast bei Judy Krauß


Mein Mann hat die Engländerin Judy Krauß in ihrer Eigenschaft als Trainerin für Business English kennengelernt. Bei den Gesprächen im Unterricht stellte sich heraus, dass Judy auch als Künstlerin aktiv ist. Das weckte bei einigen Kursteilnehmern Interesse an ihren Arbeiten. Und so kam es, dass Judy uns ganz spontan zu sich nach Hause in ihr Studio einlud.


Letzten Samstag fanden wir uns also in Musberg ein und wurden dort aufs herzlichste von Judy und ihrem Mann Joachim willkommen geheißen. Sofort ergaben sich nette und interessante Gespräche, die sich nicht ausschließlich um Kunst drehten, während wir Gelegenheit hatten, Bilder im ganzen Haus zu anzuschauen. Die Besichtigung der Arbeiten war eine spannende Reise durch verschiedene Stilrichtungen. Da gab es zum Beispiel sehr schöne, detaillierte Landschaften, lichtdurchflutete Stuttgarter Szenen, dynamische abstrahierte Bilder und Zeichnungen mit Kreide und Kohle.











Vor dem Bild steht die Skizze



Was mir am besten gefallen hat? Schwer zu sagen, eigentlich alles, jedes auf seine eigene Art. Vielleicht die Burg Liechtenstein, wie sie vor dem Farbenspiel des winterlichen Himmels thront.Es war eine super Idee von Judy, uns an ihrer künstlerischen Arbeit teilhaben zu lassen und führte zu einem sehr inspirierenden und schönen Nachmittag. An dieser Stelle deshalb ein ganz dickes Dankeschön an Judy und Joachim!
















Dienstag, 3. November 2015

Vögel fliegen gar nicht gerne

...das wurde uns bei unserem Besuch der Deutschen Greifenwarte in der Burg Guttenberg erklärt. Mönchsgeier Dame Theja demonstrierte dies bei der Flugschau ganz deutlich.


Sie flog gerade mal einen kleinen Bogen um die Mauer, um im Hof zu landen und durch die Hintertür wieder aufs Fluggelände zu kommen. Zu Fuß! Und das mehrmals.

Doch erstmal von vorne.
Am 1. November besuchten wir die Greifenwarte. Wir hatten endlich mal auf schönes Wetter gehofft, aber als wir ankamen, so es so aus:
 Die Sonne schaffte es nicht, sich durch die Wolken und den Nebel zu kämpfen. Das minderte aber den imposanten Eindruck der Burg nicht.


Beim Rundgang durch die Greifenwarte konnten wir Greifvögel wie Adler, Geier, Eulen, Falken und Sperber von verschiedenen Kontinenten aus der Nähe betrachten. Wie majestätisch diese Tiere doch sind. Ich war hin und weg.

Riesenseeadler "Pandora"

Eurasischer Gänsegeier "Sierra"

Bartgeier "Barbarossa"

Mönchsgeier "Theja!


Europäischer Seeadler "Jonas"






Dann durften wir ein paar Exemplare in der Flugschau erleben. Ich dachte ja, die Vögel würden unten auf dem Rasenstück vor der Zuschauertribüne fliegen. Da lag ich aber falsch. Sie wurden direkt über die Köpfe der Zuschauer zwischen den Pflegern hin und her geschickt. Da hieß es schon mal Köpfe einziehen.

Während der Flugschau erfuhren wir, humorvoll verpackt, allerhand Wissenswertes über diese Vögel.
So zum Beispiel, betreiben sie in höchstem Maße Energie Management. Da man ja nie weiß, wann man wieder Nahrung findet, muss man mit dem Energieverbrauch sparsam umgehen.Fliegen ist anstrengen. Ohne Hilfe von Wind oder Thermik sogar sehr anstrengend. Deshalb wird es nur zielgerichtet eingesetzt. Zur Beschaffung von Nahrung, zum Beispiel. Aber sicher nicht nur so zum Spaß. Es ist zwar möglich, dass ein Vogel das Gleiten mit Hilfe der Thermik auch mal irgendwie genießt, aber der Ansporn zum Abflug war sicherlich ein anderer. Womit nun der Bezug zum Titel des Posts hergestellt wäre: Vögel fliegen nicht gerne. Wenn die Vögel der Greifenwarte nach einem Ausflug unten im Ort landen und ein Rückflug zur Burg wetterbedingt zu anstrengen ist, dann laufen sie eben hoch, oft mitten auf der Straße. Andere gehen noch einen Schritt weiter und warten, bis sie mit dem Auto abgeholt werden. Sie springen dann freiwillig in den Kofferraum und schätzen den hauseigenen "shuttle service". Immer Energie sparen.
Aus dem gleichen Grund bleiben sie auch in der Greifenwarte, bzw. kommen sie freiwillig nach Flügen wieder zurück. Wozu den Energie für Futtersuche und Jagd verschwenden, wenn doch daheim das tägliche Buffet wartet, ganz ohne Energieaufwand.
Greifvögel lassen sich nicht dressieren - im Gegensatz zu Tieren, die im Rudel oder einem ähnlichen sozialen Verbund leben. Die Flugschau basiert nur auf das Ködern mit Futter, wobei eine Beziehung zu den Pflegern schon aufgebaut wird.










  





Die Deutsche Greifenwarte ist auch Auffangstation für aufgefundene Greifvögel, die hier medizinisch versorgt, aufgepeppelt und dann wieder ausgewildert werden.
Die Burg selbst hat noch weitere Attraktionen: das Burgmuseum, die Burgschenke und die Mittelalterliche Herberge. Grund genug, erneut hier her zu kommen. Die Flugschau möchte ich auch nochmal sehen. Aber dann lieber bei wärmerem Wetter. Ich war am Schluss doch ganz schön durchgefroren.