Sonntag, 27. Dezember 2015

Wer lässt sich heute blicken? - Besuch in der Wilhelma

Nachdem man sich zwei Tage lang mit Familie voll gefuttert hatte, den zweiten Weihnachtsfeiertag als "Ausruhtag" hinter sich gebracht hatte und das Wetter lockte, war es jetzt wieder Zeit, etwas an der frischen Luft zu unternehmen. Ich kam auf die Idee, mal wieder in die Wilhelma zu gehen. Über zehn Jahre war ich wohl nicht mehr dort gewesen und hatte richtig Lust darauf. Allerdings hatte ich auch die Illusion, es würde heute ruhiger sein als im Sommer. Es würden sicherlich nicht viele Leute auf die Idee kommen, direkt nach Weihnachten die Wilhelma zu besuchen. Das sollte sich als Täuschung herausstellen.
Die Wilhelma ist ein historisch gewachsener Zoologisch-Botanischer Garten. Was im 19. Jahrhundert als Privatbesitz von König Wilhelm I mit einem Wohngebäude und zwei Gewächshäusern begann, wurde erweitert, nach seinem Tod der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, nach den Zerstörungen des Krieges wieder aufgebaut, um viele Tierarten erweitert und ständig weiter ausgebaut. Heute hat die Wilhelma ca. 2 Millionen Besucher im Jahr.

Spätestens beim Einfahren ins Parkhaus mussten wir erkennen, dass wir wahrlich nicht die Einzigen waren, die sich für heute dieses Ziel ausgesucht hatten. Es war definitiv nicht so ruhig, wie ich es erhofft hatte. Also schoben wir uns mit dem Pulk durch den Haupteingang. Als erstes begrüßten uns die Flamingos. Das hatte ich auch noch aus früheren Besuchen in Erinnerung.


Da wir in der Zeitspanne nicht alles in der Anlage besichtigen konnten, beschlossen wir, uns bei dem schönen Wetter hauptsächlich auf die Freigehegen zu konzentrieren und die Innengehege und sonstige Gebäude für einen "Schlecht Wetter Besuch" aufzusparen. Bei den putzigen Brillenpinguinen ging dieser Grundgedanke noch auf.


Bei ein paar anderen Tieren, die ich nicht auslassen wollte, mussten wir uns zwangsläufig in die Innengehege begeben.
Dem Faultier konnte es offenbar nicht warm genug für seinen Mittagsschlaf sein. Es legte sich direkt unter den Heizstrahler.

Die Raubkatzen konnten wir, bis auf einen Tiger auch nicht in den Außengehegen sichten und suchten sie im Innenbereich. Dort fanden wir allerdings auch nur einen Schneeleoparden, der friedlich in seiner Ecke schlief. Wo waren die übrigen? Sie mussten sich doch außen gut versteckt haben.



Auch für die Affen mussten wir uns in den Innenbereich begeben. Die waren aber ein Muss, auf sie hätte ich nicht verzichten wollen.


Wenn ich in diese Augen schaue, vergesse ich, dass es sich um ein Tier handelt.

Auch die Nashörner waren nur drinnen zu sehen.



In den Außengehegen hatten wir trotz des schönen Wetters oft nicht das Glück, die Tiere zu sichten. Ob es an der Tageszeit oder an der Jahreszeit lag, weiß ich nicht. Die Tiere hatten sich zurückgezogen.

Aber manche ließen sich doch blicken.

Ein Schnelldurchgang durch das Aquarien/Terrarienhaus schloß für diesen Tag unsere Besichtigung ab. Wir müssen unbedingt bald wiederkommen. Das Tropenhaus haben wir heute ausgelassen. Einige Regionen der Anlage haben wir aus Zeitgründen auch ganz übergangen. Es gibt noch viel zu sehen.







Montag, 7. Dezember 2015

Fisch und Reptil als Fotoübung

Als mein Mann mit seinem Vorhaben ankam, eine Aquaristikmesse zu besuchen, schloss ich mich ganz spontan an. Da würde es doch bestimmt gute Fotomotive geben? Zur Zeit nutze ich jede Gelegenheit, die sich mir bietet, meine neue Kamera an verschiedenen Einsatzorten auszuprobieren. Ich bin fleißig am üben.
So fanden wir uns gestern auf der "Tier und Reptil 2015" in Sindelfingen ein. Meine Begeisterung hielt sich zunächst in Grenzen. Es ist natürlich eine Verkaufsmesse. Und verkauft werden nicht nur Tiere, sondern primär alles was zu deren Haltung gebraucht wird. Also Aquarien/Terrarien, deren Einrichtung - Steine, Pflanzen, Pumpen, Wasseraufbereitungsanlagen - und Futter. Fand ich alles nicht so fotogen. Dann sichtete ich Aquarien. Verkauft werden hauptsächlich junge und somit kleine Fische. Diese kleinen, sich ständig bewegenden Motive auch noch durch eine Glasscheibe zu fotografieren und so zu einem passablen Bild zu kommen, überschreitet wohl noch meine Fähigkeiten (vermutlich auch meine Ausstattung). Endlich kamen wir zu den Terrarien. Während mein Mann sich in Sachen Osmoseanlage kundig machte, ging ich hier auf die Pirsch. Aber auch hier hatte ich zu kämpfen - mit Glasscheiben und Spiegelungen der Hallenbeleuchtung.








Auch Wattbewohner gab es zu sehen.

Ich wusste gar nicht, dass Schildkröten so gut klettern können





Für mich blieb die Frage offen, warum Leute sich Reptilien und inzwischen zunehmend auch Käfer ins Wohnzimmer holen .Ist es nur eine Modeerscheinung oder echte Begeisterung bei denen, die sie halten? Zwar finde ich diese Tiere durchaus interessant und teilweise auch schön, aber mir reicht es, sie gelegentlich in Zoos oder Ausstellungen zu bewundern. Die Motivation, sie in mein Haus zu holen fehlt mir total. Zumal die meisten dieser Tiere nur regungslos in ihrem Terrarium sitzen oder sich sogar verstecken.

Etwas anders sieht es für mich bei Aquarien aus. Der Blick ins Wasser hat irgendwie immer etwas Beruhigendes. Sich elegant durch das Becken bewegende Fische unterstützen diese Wirkung noch.
Besonders Meerwasser Aquarien sind sehr dekorativ. Leider auch recht aufwendig in der Haltung.


Auch ohne Fische eine Augenweide.



 Und wer es noch exzentrischer mag, der kann auch mal ein Auto zweckentfremden: