Sonntag, 23. Oktober 2016

"Fässer im Keller"

Nach längerer Pause habe ich mal wieder ein richtiges Bild gemalt, auf Leinwand und mit echtem Motiv. Inspiriert wurde ich durch den Besuch der Kellergewölbe im Rahmen einer Schlossbesichtigung in Schottland.






























Nicht, dass ich in der letzten Zeit sonst gar nichts gemacht hätte. Ich habe gemalt, experimentiert, an meinem Pappmachewerk "Steinsofa" herumgewerkelt und alles mögliche - nur eben kein klassisches Gemälde. Also einfach ein paar Farbtupfen!





Samstag, 15. Oktober 2016

Kleine Auszeit im Allgäu

Wir brauchten dieses Jahr noch unbedingt ein paar Tage Erholung und hatten daher kurzfristig beschlossen, uns mal ins Allgäu zu begeben. Das hatte für uns den Vorteil einer überschaubaren Anreisezeit, was bei einem Kurzurlaub ja durchaus Sinn macht. Die Fahrt ging nach Schwangau am Forggensee, einer guten Ausgangsposition für diverse Ausflugsziele.

Aussicht von unserem Feriendomizil























Mit dem Wetter hatten wir diesmal nicht so viel Glück. Der Sommer hatte sich kurz zuvor schlagartig verabschiedet und es war meistens grau und kühl. Wenigstens regnete es kaum und dann auch nur nachts.
Unser erster Ausflug ging nach Reutte, wo wir die Highline 179 bestaunten. Es handelt sich hierbei um die längste (Fußgänger-) Hängebrücke der Welt und ist wirklich imposant. Wir verzichteten darauf, sie zu überqueren, da wir unseren Hund dabei hatten und der Boden der Brücke ein Gitterrost ist. Es wäre für ihn sicherlich kein Vergnügen gewesen, wenn er überhaupt mitgemacht hätte. Die schlappen 8,00 € pro Person haben wir uns somit auch gespart.





Stattdessen haben wir uns dort die Ruine der Burg Ehrenfeld ausführlich angeschaut. Ich ziehe Ruinen den Schlossbesichtigungen vor. Sie lassen mehr Freiraum für eigene Vorstellungen und haben irgendwie etwas von einem großen Abenteuerspielplatz.



































































Am nächsten Tag musste dann aber doch eine Schlossbesichtigung sein, wenn man schon mal in so einer Region verweilt, wo es so viele Schlösser gibt. Auf die Besichtigung von Neuschwanstein haben wir wegen der massentouristischen Abfertigung verzichtet. Mit dem Bus hochgekarrt zu werden, mit einer durchgetakteten Führung durchs Schloss geschleust zu werden, um dann in gleichem Takt wieder runterverfrachtet zu werden - danach stand uns nicht der Sinn. Wir haben uns lieber Schloss Hohenschwangau angeschaut, das zwar auch nur mit einer Führung zu besichtigen war, aber doch nicht ganz so überfüllt. Die Vision, Neuschwanstein auf diesem Felsen zu bauen, hat Ludwig II von seiner Aussicht von Hohenschwangau aus bekommen. In Hohenschwangau hat er auch gelebt, während Neuschwanstein nie bewohnt war. Ludwig ist noch während der Bauzeit von Neuschwanstein gestorben. Auch später wurde es nie fertiggestellt.

Schloss Hohenschwangau


Schloss Neuschwanstein
Auch Füssen war einen Besuch Wert. Wir sind hier nur kurz zum Bummeln gewesen und haben daher auch nur einen kleinen Eindruck dieser Stadt gewinnen können. Aber ich fand sie durchaus charmant.



Wandern ist ja nicht so mein Ding. Mein Mann wollte aber unbedingt mal hoch zur Drehhütte. Da er aber so lieb alles mitmacht, was ich auf dem Plan habe, konnte ich hier nicht kneifen. Es waren ja auch nur 3,5 km. Allerdings mit 310 m Anstieg. Also nur ein kleiner Spaziergang war es dann auch wieder nicht. Leider ließ die Sonne sich an diesem Tag gar nicht blicken,so dass ich von vornherein wusste, dass ich da oben keine tollen Fotos schießen würde.

Bei schönem Wetter könnte man hier ganz toll draußen sitzen.
Aber drinnen ist es auch gemütlich.
Die Aussicht leider etwas diesig.
Am letzten Tag haben wir noch einen schönen Spaziergang entlang dem Ufer des Forggensees gemacht.

Der bedeckte Himmel und die Ruhe erzeugen eine ganz eigenartige Stimmung.

Was dieser Baum wohl "erlebt" hat, dass er so seltsam wächst?


Und plötzlich schaffte die Sonne den Durchbruch und zeigte uns den See in ganz anderen Farben.

Wie immer, gingen die Tage viel zu schnell vorbei. Es hätte noch so viel gegeben, was wir uns hätten anschauen können.Aber ich will nicht klagen. Außerdem: die nächste Reise kommt bestimmt.














Sonntag, 28. August 2016

Endlich - mein Steinsofa ist fertig!























Ein Jahr lang habe ich mal mehr mal weniger an dem Teil herumgebastelt. Mein Arbeitszimmer war staubig, klebrig und überall lagen Zeitungssschnipsel herum. Es war keine inspirierende Umgebung zum Malen. Zwischendurch verließ mich auch mal die Lust und das Projekt hatte eine Weile Pause.

Da ich mein Pappmache selbst gemacht habe, zupfte ich abends beim Fernsehen immer Zeitungen in kleine Schnipsel. Die wurden dann eingeweicht, püriert (mit einem handelsüblichen Stabmixer) und mit Tapetenkleister zu Pappmache verarbeitet. die Portionen waren natürlich sehr überschaubar und nach dem Auftragen war das Objekt nur einen kleinen Schritt weiter. Ich zweifelte schon daran, ob es je fertig werden würde. Das abschließende Bemalen und Lackieren war der angenehmste Teil des Projekts. Am Samstag haben wir es in den Garten gestellt - das Steinsofa aus Pappmache als Gartenbank.
Den ursprünglichen Plan, viele Tierchen darauf unterzubringen, habe ich verworfen, da das Malen auf dem rauhen Untergrund doch nicht so gut funktioniert, wenn es um feine Details geht. So ist es bei dieser kleinen Eidechse und ein paar sprießenden Pflänzchen geblieben.


Montag, 8. August 2016

Fliegen übern großen Teich 1962

Neulich fand ich beim Suchen nach etwas anderem zufällig ein altes Foto. Sofort kamen Erinnerungen hoch. 1962 war eine größere Reise für uns schon etwas Besonderes.Zum Beispiel -  äh - ein Campingurlaub mit dem Auto in Italien! Damals hatten unsere Autos noch Namen. Unser erster alter Käfer hieß Mäxchen. Der nächste hieß dann Moritz. Der folgende Variant hieß dann passenderweise Witwe Bolte. Danach war irgendwie Schluss mit der Namensgeberei.
Eine Flugreise übertraf natürlich alles und über den großen Teich nach New York gleich dreimal. Es sollte ja auch kein Urlaub sein, sondern ein zweijähriger Auslandsaufenthalt. Das war zu der Zeit noch richtig exotisch - wie Fliegen eigentlich überhaupt. Der Service bei der Lufthansa war im Vergleich zu heute noch richtig luxeriös. Es gab sogar einen Bordfotografen, der jeden Passagier auf Polaroid ablichtete und jedem sein Foto beim Verlassen des Fliegers überreichte.


Als Passagier war man damals noch König. Allerdings achtete man bei der Auswahl der Reisekleidung eher darauf, dass sie "schick" war, als bequem. Für mich als damals achtjährige war das alles furchtbar aufregend. Für meine Mutter, glaube ich, auch.
Seit damals hat sich viel geändert. Alles ist lockerer und selbstverständlicher geworden.
Eigentlich könnte heute jeder - auch mit kleinem Budget - die Welt erkunden. Dafür gibt es wieder andere Hindernisse. Viele Reiseziele, die eigentlich sehr interessant wären, werden einem durch Unruhen, Terror oder Kriminalität vermiest. Aber das ist wieder ein anderes Thema.


Montag, 1. August 2016

Fremder Gast

Gestern nachmittag ließ sich ein seltsames , grünes Insekt an am Fliegengitter unserer Terrassentür nieder und verharrte da, bis es dunkel wurde. Auf den ersten Blick hielt ich es für eine Art Heuschrecke, bei genauerem Betrachten dann wieder nicht. So ein Ding hatte ich noch nie gesehen.

Also googelte ich mal eine Weile herum und beschloss dann, dass es sich hierbei um ein Exemplar der Isophya kraussii (Gemeinen Plumpschrecke) handelt.Seltsam nur, dass diese Art in BW angeblich nur auf der Schwäbischen Alb zu finden ist. Wenn das stimmt, verstehe ich, warum das Tier solange an dem Fliegengitter hing - nach der langen Reise ins Gäu war es bestimmt total erschöpft.

Mittwoch, 27. Juli 2016

Kuckuck - Auf einen Sprung nach Triberg


Ganz spontan haben wir uns kürzlich mal wieder in den Schwarzwald begeben.Unser Ziel diesmal war der Ort Triberg. Eher bekannt als Skiort, zeigt er sich auch im Sommer durchaus attraktiv.

Da wir unseren Hund dabei hatten,machten wir eine kurze Gassi Pause im Wald, bevor wir uns in die Stadt begaben.
Licht und Schatten im Wald

Hier entsteht echter Waldhonig

Da wuselt was....

Fleißig,fleißig!





























In Triberg angekommen begegnete uns die erste Kuriosität im Parkhaus:

Ob das nur ein Konter zu den Frauenparkplätzen darstellte, oder einen anderen Hintergrund hatte, war nicht zu erkennen.

Triberg scheint besonders für asiatische Gäste einen besonderen Reiz zu haben. Es fällt auf jeden Fall auf, dass sie hier in Massen anzutreffen sind. Das mag daran liegen. dass in Triberg der Kuckucksuhren Verkauf im Stadtbild dominiert. Sie werden auch hier hergestellt und unübersehbar überall zur Schau gestellt -  ob im Schaufenster oder als riesiges Exemplar an der Hausfassade.







Ein Schild wies auch darauf hin, dass sich hier die höchsten Wasserfälle Deutschlands befinden. Leider hatten wir nicht mehr genug Zeit, um sie zu besichtigen, aber das haben wir uns für unseren nächsten Besuch vorgemerkt.


Samstag, 25. Juni 2016

In Schottland unterwegs Teil 4 Edinburgh

Auf der Strecke nach Edinburgh machten wir auf meinen Wunsch hin noch einen kleinen Schlenker zum Loch Lomond. Nicht weil ich irgendwo gelesen hätte, dass dieses Loch anders ist als die anderen. Ich kannte nur das Lied Loch Lomond seit meiner Kindheit und da konnte man doch nicht knapp dran vorbeifahren, ohne einen Blick drauf zu werfen, oder?



Edinburgh selber hat mich dann zunächst nicht so begeistert. Es mag zum Teil daran liegen, dass ich

Dienstag, 21. Juni 2016

In Schottland unterwegs Teil 3 - Oban

Mangels günstiger Verbindung setzten wir unsere Reise nach Oban, das wie Aberlour an der "Whisky Trail" liegt mit Mietwagen fort. Dort angekommen ging es zunächst wieder auf Quartiersuche. Es war wieder nicht einfach, da auch hier fast alles belegt war, doch letztendlich hatten wir Glück und fanden ein nette B&B-Unterkunft im Gramarvin.




Donnerstag, 16. Juni 2016

In Schottland unterwegs Teil 2 Aberdeen und Aberlour

Aberdeen

In Aberdeen gelandet bezogen wir erstmal unser Apartment  in The Hansen Residence, zentral gelegen, erschwinglich und ganz nett. Da wir gleich am nächsten Tag weiter fahren wollten, nutzten wir den Rest des Tages, um uns in Aberdeen ein wenig umzuschauen. Planlos liefen wir durch die Stadt und sammelten einfach die ersten Eindrücke.


Direkt auf dem Platz vor dem Hansen stand dieses Objekt.