Donnerstag, 21. Januar 2016

Schmunzeln, wundern und bewundern...

...auf der Antik und Kunst 2016

Auch dieses Jahr besuchten wir diese Messe in Sindelfingen. Schon auf dem Weg vom Parkplatz zum Messegebäude gab es die erste Überraschung. Ein älterere Herr, der mit seiner Frau vor uns her lief, drehte sich plötzlich um und fragte uns, ob wir schon Eintrittskarten hätten. Wir verneinten. Er griff spontan in seine Tasche, überreichte uns lächelnd Freikarten, murmelte "wenn ich doch soviel habe...", und ging weiter. Es gibt doch wirklich nette Menschen.

In der Messhalle kam uns manches schon vertraut vor - von unserem Besuch im letzten Jahr.


Bei den Antiquitäten ist es einfach interessant, sich die Gegenstände aus vergangenen Zeiten anzuschauen. Ehrlich gesagt erschließt sich mir jedoch nicht, was Leute, die so etwas kaufen, damit machen. Möbel, klar - wo sie rein passen. Schmuck? Ich bin kein Schmuckträger, aber theoretisch könnte man ihn wohl tragen. Aber Gebrauchsgegenstände? Antikes Geschirr benutzt man doch nicht, oder? Manches kann man vielleicht als Dekoartikel in die Wohnung stellen, aber vieles eignet sich dafür auch nicht. Nur Liebhaberei und Sammelleidenschaft?  

Es gab allerdings auch Objekte, die mein Herz hüpfen ließen. Die Oldtimer z.B. haben es mir angetan.
Damals hatten die Fahrzeuge noch einen eigenen Charakter. Und die Innenausstattung erst! Wow!





Verliebt habe ich mich auch. Und zwar in diesen "Seeländer" aus Schleswig -Holstein (ca. 1825). Die vielen Fächer und Geheimfächer. Die liebevolle Verarbeitung. Den perfekt gearbeiteten Zylinder, der noch ganz ruhig läuft. Das tolle Holzfurnier  (Mahagoni und Ahorn). Die vielen Intarsien.



Am liebsten hätte ich das Traumstück sofort mitgenommen. Aber er hätte ja nicht ins Auto gepasst. Und die Kleinigkeit von 14.000 Euro hatte ich auch gerade nicht dabei.

Zuhause planten wir dann, wie wir das Wohnzimmer umgestalten könnten, um dem Sekretär einen würdigen Platz zu verschaffen. Nur so zum Spaß. Natürlich kaufen wir ihn nicht. Er passt nicht wirklich zu unserem Geldbeutel. Aber so ein bisschen rum spinnen darf man doch mal.