Freitag, 12. Februar 2016

Auf den Spatz gekommen

Ich füttere die Vögel in unserem Garten durchgängig den ganzen Winter über. Nicht nur, wenn Frost herrscht und Schnee liegt. Ich habe früh mit dem Füttern begonnen und lasse es dann im Frühjahr langsam ausgleiten. Die Meinungen zum Füttern gehen ja auseinander. Manche sagen, man soll nur bei Schnee und Frost füttern. Die Vögel sollen sich ansonsten in der Natur ihr Futter holen. Andere - und denen habe ich mich angeschlossen - sagen, es ist wichtig, die Vögel durchgehend zu füttern, sie finden in unserer modernisierten Umwelt nicht mehr genug. Wenn ich sehe, wie die Felder heute nach der Ernte aussehen, frage ich mich auch, was die Vögel da noch holen sollen. Die Erntemaschinen lassen nichts zurück.Ich möchte, dass "meine" Vögel hier ihre Futterstelle kennen und wissen und sich darauf verlassen können, dass es täglich Futter gibt.

Das belohnen sie dann auch durch ihre tägliche Anwesenheit. Mit viel Gezwitscher sitzen sie im Garten, den sie insgesamt zu schätzen wissen. Er ist von einer großen, dicken Hecke umgeben, die den Vögeln immer ein Versteck oder Rückzugsort bietet. Wir haben auch einen kleinen Teich, sodass auch Wasser stets zur Verfügung steht.

Dieses Jahr habe ich die Vögel intensiver beobachtet als sonst. Ich habe sie regelrecht studiert. Zunächst wollte ich wissen, ob es immer der gleiche Schwarm ist, der über die Futterstellen herfällt.
Das ist etwas schwierig bei Spatzen. Wobei ich mich freue, dass es wieder Spatzen gibt. Die waren die letzten Jahre schon fast von der Bildfläche verschwunden. Also "mein" Spatzenschwarm scheint immer der gleiche zu sein, es haben sich nämlich den 20-30 (oder mehr,es gelingt mir nicht , sie zu zählen) Spatzen zwei Grünfinken, zwei Kohlmeisen und ein Rotkehlchen angeschlossen. Solange ich diese Konfiguration vorfinde, gehe ich davon aus, dass es dieselben Spatzen sind.


Ansturm auf das Vogelhäuschen.



Nicht nur diese Vögel besuchen unseren Garten. Ich hatte schon öfter mal einen Kernbeisser im Vogelhäuschen gesehen und mich gefragt, ob er sich auch dem Spatzenschwarm angeschlossen hat, oder nur zufällig gelegentlich hier ankommt. Gerade heute wurde ich überrascht - es waren plötzlich 5-6 Kernbeisser da. Ob das nur Zufall war oder ob sich das etabliert, bleibt abzuwarten.



Gelegentlich kommen auch ein paar Amseln vorbei, durchstöbern den Garten und schauen auch mal nach, was unter den Futterstellen so auf dem Boden liegt.


Mein Lieblingsgast ist jedoch der Buntspecht, Als ich ihn zum ersten Mal sah, wie er am Meisenknödel hing, fand ich das ziemlich kurios. Inzwischen sichte ich ihn dort regelmäßig.





Ich bin gespannt, wie sich die winterliche Vogelschar vor meinem Wohnzimmerfenster weiter entwickelt. Im Sommer ist es dann der Teich, der die Vögel anzieht und reichlich Bademöglichkeiten bietet.