Sonntag, 28. August 2016

Endlich - mein Steinsofa ist fertig!























Ein Jahr lang habe ich mal mehr mal weniger an dem Teil herumgebastelt. Mein Arbeitszimmer war staubig, klebrig und überall lagen Zeitungssschnipsel herum. Es war keine inspirierende Umgebung zum Malen. Zwischendurch verließ mich auch mal die Lust und das Projekt hatte eine Weile Pause.

Da ich mein Pappmache selbst gemacht habe, zupfte ich abends beim Fernsehen immer Zeitungen in kleine Schnipsel. Die wurden dann eingeweicht, püriert (mit einem handelsüblichen Stabmixer) und mit Tapetenkleister zu Pappmache verarbeitet. die Portionen waren natürlich sehr überschaubar und nach dem Auftragen war das Objekt nur einen kleinen Schritt weiter. Ich zweifelte schon daran, ob es je fertig werden würde. Das abschließende Bemalen und Lackieren war der angenehmste Teil des Projekts. Am Samstag haben wir es in den Garten gestellt - das Steinsofa aus Pappmache als Gartenbank.
Den ursprünglichen Plan, viele Tierchen darauf unterzubringen, habe ich verworfen, da das Malen auf dem rauhen Untergrund doch nicht so gut funktioniert, wenn es um feine Details geht. So ist es bei dieser kleinen Eidechse und ein paar sprießenden Pflänzchen geblieben.


Montag, 8. August 2016

Fliegen übern großen Teich 1962

Neulich fand ich beim Suchen nach etwas anderem zufällig ein altes Foto. Sofort kamen Erinnerungen hoch. 1962 war eine größere Reise für uns schon etwas Besonderes.Zum Beispiel -  äh - ein Campingurlaub mit dem Auto in Italien! Damals hatten unsere Autos noch Namen. Unser erster alter Käfer hieß Mäxchen. Der nächste hieß dann Moritz. Der folgende Variant hieß dann passenderweise Witwe Bolte. Danach war irgendwie Schluss mit der Namensgeberei.
Eine Flugreise übertraf natürlich alles und über den großen Teich nach New York gleich dreimal. Es sollte ja auch kein Urlaub sein, sondern ein zweijähriger Auslandsaufenthalt. Das war zu der Zeit noch richtig exotisch - wie Fliegen eigentlich überhaupt. Der Service bei der Lufthansa war im Vergleich zu heute noch richtig luxeriös. Es gab sogar einen Bordfotografen, der jeden Passagier auf Polaroid ablichtete und jedem sein Foto beim Verlassen des Fliegers überreichte.


Als Passagier war man damals noch König. Allerdings achtete man bei der Auswahl der Reisekleidung eher darauf, dass sie "schick" war, als bequem. Für mich als damals achtjährige war das alles furchtbar aufregend. Für meine Mutter, glaube ich, auch.
Seit damals hat sich viel geändert. Alles ist lockerer und selbstverständlicher geworden.
Eigentlich könnte heute jeder - auch mit kleinem Budget - die Welt erkunden. Dafür gibt es wieder andere Hindernisse. Viele Reiseziele, die eigentlich sehr interessant wären, werden einem durch Unruhen, Terror oder Kriminalität vermiest. Aber das ist wieder ein anderes Thema.


Montag, 1. August 2016

Fremder Gast

Gestern nachmittag ließ sich ein seltsames , grünes Insekt an am Fliegengitter unserer Terrassentür nieder und verharrte da, bis es dunkel wurde. Auf den ersten Blick hielt ich es für eine Art Heuschrecke, bei genauerem Betrachten dann wieder nicht. So ein Ding hatte ich noch nie gesehen.

Also googelte ich mal eine Weile herum und beschloss dann, dass es sich hierbei um ein Exemplar der Isophya kraussii (Gemeinen Plumpschrecke) handelt.Seltsam nur, dass diese Art in BW angeblich nur auf der Schwäbischen Alb zu finden ist. Wenn das stimmt, verstehe ich, warum das Tier solange an dem Fliegengitter hing - nach der langen Reise ins Gäu war es bestimmt total erschöpft.